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Rückblick

 

124. Generalversammlung vom 1. März 2018 in Rickenbach

 

Ein Jahr vor dem Jubiläum wagte JardinSuisse Aargau eine «Grenzerfahrung». Über 100 Mitglieder und Gäste trafen sich zur 124. Generalversammlung in Rickenbach (LU) bei der Firma Creabeton, einem Unternehmen der Müller Steinag-Gruppe. Dieses steht auf der Luzerner Seite des Bohlers, einem Weiler, dessen andere Hälfte zum Kanton Aargau gehört.

Dass die Aargauer auch sonst über den eigenen Horizont hinausschauen können, zeigte das Beispiel einer Verabschiedung, die wohl nicht alltäglich ist: Vorstandsmitglied Claude Perrinjaquet hat sich quasi selbst «abgeschafft». Durch sein Organisationstalent ist es ihm gelungen, die beiden Ressorts «Obmann Lernende» und «Obmann üK» zum Job «Leiter Grundbildung» zu vereinen. So besteht der Vorstand nun noch aus sechs Personen. Präsident Manuel Eichenberger dankte Perrinjaquet herzlich für sein grosses Engagement.

Beim Thema «Bildungszentrum Gärtner Aargau» geht es nach einem Rückschlag wieder voran. Der Standort Altfeld in Niederlenz ist definitiv vom Tisch, doch es steht ein neues Angebot im Raum: Im Berufsbildungszentrum Neuhof der Stiftung Pestalozziheim (zwischen Birr und Brunegg) wäre zum Teil bereits Infrastruktur vorhanden, die auch die Aargauer Gärtner nutzen könnten. Der Kantonalverband prüft dieses Angebot weiter.

Als Vertreter des Zentralvorstandes sprach Peter Huber. Er informierte unter anderem über den Gesamtarbeitsvertrag und die Forderungen des Sozialpartners Grüne Berufe Schweiz. Es geht um mehr Ferien, mehr Elternschaftsurlaub und um einen flexiblen Altersrücktritt. Um adäquat verhandeln zu können, bittet der Dachverband die Mitglieder, bei einer Umfrage mitzumachen. «Nur wenn wir wissen, was ihr wollt, können wir danach handeln», betonte Huber. Manuel Eichenberger nannte noch einen anderen Aspekt: «Auch wenn es mehr GaLaBauer als Produzenten gibt und diese beiden Zweige nicht überall die gleichen Bedürfnisse haben – wir sollten uns überlegen, was uns allen dient. Denn ohne Produzent ist der GaLaBauer auch nur ein Maurer.»  

Eichenberger informierte auch über den Stand des Projekts «INVOL Gartenbau». Bei der Integrationsvorlehre (INVOL) geht es darum, jungen Zuwanderern die Möglichkeit zu geben, sich während eines Jahres auf eine Berufslehre (EBA oder EFZ) vorzubereiten. Die Kandidaten sind zwei Tage pro Woche in der Schule und drei Tage im Betrieb. Bereits haben sich 15 Aargauer Gärtnerbetriebe bereit erklärt, eine solche Integrationsvorlehre für Personen mit Migrationshintergrund anzubieten. Weitere dürfen sich noch melden. Das Projekt startet im September.

 

Leandra Jordi, g'plus

 

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