unternehmerverband gärtner aargau

Rückblick

 

Fachveranstaltung
Kräuterwanderung mit Wildkräuterprodukt Herstellung

 

Wie viel uns die Natur doch gibt – wie viele Geschmacksnuancen und Heilwirkungen warten darauf, von uns entdeckt zu werden!

 

Maya Stürmers Sicht auf die „Unkräuter“ oder eben der Wildkräuter ist eine komplett andere als jene der Gärtner. Viele der wild wachsenden einheimischen Wildkräuter haben es ihr angetan. Sie nutzt altes Wissen und solches, welches sie in langjähriger Erfahrung selbst erarbeitet hat, um damit Salben, Tees, Tinkturen, in Öl und Essig Eingelegtes, Sirups, Senf und Kräutermischungen, … herzustellen. Viele der Inhaltsstoffe tun uns gut, fördern die Selbstheilungskräfte, machen Wehwehchen erträglich und können sogar eine Antibiotika-Kur unnötig machen. Maja Stürmer betont jedoch, dass sie keine medizinische Ausbildung hat und ihr Fokus darauf ausgerichtet ist, die Natur und die Pflanzenwelt zu beobachten und zu spüren, was die Flora uns sagen will.

 

Am 25. Mai 2016 hatten wir das Vergnügen mit Maja Stürmer im idyllischen Mandach zu wandern und in den Magerwiesen die vielen interessanten Pflanzen und deren Wirkungen kennen zu lernen. Im Wildkräutergarten durften wir anschliessend Wildkräuter sammeln um damit unser eigenes Kräutersalz herstellen.
 

Wussten Sie, dass Blackensalbe Blutergüsse in kürzester Zeit abheilt, eine Tinktur aus wilden Karden bei Borreliose helfen kann, Gänseblümchen fünfmal mehr Vitamin C enthalten als Kopfsalat und Tee aus Rotkleeblüten hormonbedingen Krebserkrankungen vorbeugen kann. Ganz interessant ist auch, dass die Pflanzen im Frühjahr, Sommer und Herbst die Wirkstoffe nicht in gleich ausgeprägter Form beinhalten. Im Frühjahr dominieren die Vitamine, die wir nach dem Winter so nötig haben, im Sommer die ätherischen Öle und im Herbst sind es die Wirkstoffe für die inneren Organe. So finden sich in Maja Stürmers Kräutermischungen die Wildkräuter aus der Frühjahr-, Sommer- und Herbsternte.

 

Nachdem wir auf der Kräuterwanderung so manch ein Wildkräutlein direkt ab der Wiese degustiert hatten, durften wir bei Fleischplatte und frischem Bauernbrot auch ihre vielen verschiedenen Sirups, in Essig eingelegtes Gemüse und Beeren und die feinen Kräuterpasten kosten. Auch die Schnäpsli standen zur Degustation bereit.

 

Nach einem Abstecher ins Chrüterstübli - welches uns nochmals ins Staunen versetzte und ein „Gerenne“ nach dem Portemonnaie auslöste - machten wir uns nachdenklich und vielen neuen Eindrücken auf den Nachhauseweg. Ein Besuch bei Maja Stürmer wirkt nach und lässt Pläne schmieden, mit wem man den nächsten Besuch plant.

 

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Fotos:              Cyrill Lampart
Bericht:           Christine Eggen Schwarz